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Zur Sicherheit – Standard-Stecker von E-Autos werden beim Laden verriegelt

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In Deutschlands Städten sieht man inzwischen immer mehr Parkplätze, die mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge ausgestattet sind. E-Auto-Besitzer und –Besitzerinnen können dann einfach ein Kabel anstecken und während der Parkzeit das Auto aufladen. Im Netz wird nun behauptet, dass man die Verbindung einfach im Vorbeigehen unterbrechen kann.

Bewertung

Kabel während des Ladevorgangs zu trennen, ist lebensgefährlich. In Deutschland gibt es daher vor allem Typ-2-Stecker, die beim Laden verriegelt sind.

Fakten

Bei den in Deutschland gängigen Typ-2-Steckern kann der Stecker sowohl an der Ladestation als auch am Fahrzeug verriegelt werden, wenn das Auto abgeschlossen ist. So versichern es beispielsweise Volkswagen und ein Ladestationen-Verzeichnis.

Der Mechanismus ist aber nicht nur Schutz vor Diebstahl oder ungewolltem Abbrechen des Ladevorgangs. Denn würde der Stecker während einer Hochvoltladung herausgezogen werden, könnte es zu einer elektrischen Entladung kommen, die möglicherweise zu Verletzungen führt. Die Verriegelung löst sich, wenn der Ladevorgang beendet ist oder der Fahrer den Vorgang (zum Beispiel durch einen Knopf am Autoschlüssel oder per App) abbricht.

Hintergrund: Stecker-Varianten

Kabel mit dem Typ-1-Stecker werden standardmäßig nicht mit dem Auto verriegelt und können so theoretisch von nicht autorisierten Personen abgesteckt werden, wie sowohl Energie-Fachseiten als auch Auto-Experten feststellen. Typ-1-Ladestationen sind in Europa in der Öffentlichkeit aber kaum zu finden.

Ein Kabel mit Typ-2-Anschluss entspricht aktuell dem Standard. Der Tesla-Supercharge als weitere Stecker-Möglichkeit verwendet eine modifizierte Variante davon.

Gleiches gilt für den CCS-Stecker, der in zwei Bereiche untergliedert ist. Der obere Teil entspricht dabei dem Typ-2-Anschluss, der untere wird für die Ladung per Gleichstrom verwendet. Außerdem gibt es Typ-3-Stecker, die zu Beginn durch eine Schutzkappe noch etwas sicherer waren als Typ-2. Seitdem die Typ-2-Stecker über diesen Schutz ebenfalls verfügen, sind Typ-3-Stecker nicht mehr relevant.

Der CHAdeMO-Stecker aus Japan ermöglicht bidirektionales Laden, das heißt Strom kann im Auto gespeichert werden und zurück ins Stromnetz gespeist werden. Mit dem Schuko-Stecker kann man das Auto über konventionelle Haushaltssteckdosen laden. Dieser sollte nur im Notfall verwendet werden. Zuletzt existiert der CEE-Stecker, der eine Dauerbelastung ermöglicht – diese Variante kann man an Campingplätzen entdecken. Die zuletzt genannten Varianten spielen im Straßenverkehr kaum eine Rolle.

(Stand: 16.9.2022)

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