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William Hurt lieferte eine seiner kürzesten und dennoch besten Darbietungen in einer Geschichte der Gewalt ab

Der Tod von William Hurt am Wochenende brachte neues Interesse an seiner Arbeit, wie es leider immer der Fall ist, wenn ein Schauspieler oder Künstler jeglicher Art verstirbt. In den letzten Jahren wurde Hurt einer neuen Generation von Filmfans durch seine Rolle als Thaddeus „Thunderbolt“ Ross im Marvel Cinematic Universe bekannt. Er war dort im Erdgeschoss des MCU im Jahr 2008, als er zum ersten Mal Ross in „The Incredible Hulk“ spielte.

Hurt war tatsächlich einer der wenigen Schauspieler aus diesem Film, der in späteren MCU-Filmen zurückkehrte. Zuletzt war er 2021 in „Black Widow“ zu sehen, was zu einigen Spekulationen führte, dass die Marvel Studios eine Zukunft für Ross als sein superstarkes, gammabestrahltes Comic-Alter Ego Red Hulk aufbauen könnten.

So wie es ist, hatte Hurt als diese eine Figur immer noch eine gute lange Laufbahn, obwohl seine Schauspielkarriere bis in die 1980er Jahre zurückreicht und er schon vor seinen Marvel-Tagen die Szenerie als Comic-Film-Bösewicht kaute. Tatsächlich brachte ihm seine stählerne Leistung in David Cronenbergs Thriller „A History of Violence“ aus dem Jahr 2005 seine vierte und letzte Oscar-Nominierung ein.

Cronenberg hat Comic-Filme in der Vergangenheit kritisch kritisiert und sie als „größtenteils langweilig“ und „jugendlich“ bezeichnet, aber „A History of Violence“ selbst wurde von einer Graphic Novel von John Wagner und Vince Locke adaptiert. In „A History of Violence“ hat Hurt weniger als zehn Minuten Leinwandzeit als Richie Cusack, aber am Ende kommt er herein, um allen die Show zu stehlen. Und doch, während die Hurt-Hagiographien gerade geschrieben werden, ist der Elefant im Raum, dass er vielleicht seine eigenen Probleme hatte Geschichte. Vielleicht fließt etwas davon in seine Rolle als Richie ein.

Richies Eingang ist aufgebaut

In „A History of Violence“ spielt Viggo Mortensen die Hauptrolle, und der Titel des Films bezieht sich sowohl auf die geheime Geschichte von Mortensens Besitzer eines Kleinstadtrestaurants, Tom Stall, als auch auf Amerikas eigene dunkle Geschichte – diejenige, die hinter dem „offensichtlichen Schicksal“ der Nation liegt -Mythologisierung. Es stellt sich heraus, dass Tom in Wirklichkeit ein ehemaliger Mafia-Killer ist, der unter einer falschen Identität lebt. Toms richtiger Name ist Joey Cusack; Er ist Richies jüngerer Bruder, und er war früher der Typ, der Augen mit Stacheldraht ausgeschnitten hat, bevor er anfing, den amerikanischen Traum zu leben.

Cronenberg spart sich die Enthüllung von Richie für den dritten Akt auf, nachdem Joey eine Reihe anderer Idioten erledigt hat. Joeys Vergangenheit holt ihn zuerst ein, nachdem er Schlagzeilen gemacht hat, indem er einen Raubüberfall in seinem Diner vereitelt hat. Dann muss er sich mit Carl Fogerty (Ed Harris) auseinandersetzen, einem Gangster mit Narben und einem alten Rachefeldzug gegen ihn. In der Folge erhält Joey einen nächtlichen Anruf von Richie, der jedoch nur von Joeys Seite gezeigt wird. Wir hören nur Hurts Stimme, die sanft und unbekümmert, aber auch bedrohlich ist, als er fragt: „Werden Sie zu mir kommen? Oder muss ich zu Ihnen kommen?“

Zurück in Philadelphia, in Richies Villa, trifft Joey endlich wieder persönlich auf seinen Bruder. Cronenberg lässt die Szene ganz ohne Musik ablaufen, was die ruhige Spannung nur noch verstärkt. Richies Handlanger durchsuchen Joey, bevor er Richie treffen kann, und wieder hören wir Richies Stimme, die einen sanften Weisen-Akzent trägt, hinter Joey, bevor wir sein Gesicht sehen. Dann kommt Hurt die Treppe herunter und betritt die Szene.

Hurt strahlt Bedrohung in einer Geschichte der Gewalt aus

Richie und Joey führen Smalltalk, aber es gibt eine dicke Unterströmung von Anspannung. Richie bringt das endlich an die Oberfläche, wenn er sagt: „Ich bin ziemlich sauer auf dich, Bruder.“

In der Familie Cusack steht das Geschäft an erster Stelle. Während Joey in einer amerikanischen Kleinstadt unterwegs war und versuchte, seine Vergangenheit zu vermeiden (zu der auch das Töten eines gemachten Mannes gehört), verursachte er am Ende Richie Ärger und behinderte seinen Aufstieg in der Mafia in Philly. Sie sind Brüder, aber als er klein war, versuchte Richie, Joey in seinem Kinderbett zu erwürgen. Er gibt zu: „Du warst immer ein Problem für mich, Joey.“

Das, was Richie repräsentiert, macht ihn so beängstigend. Im weitesten Sinne ist er das Gesicht der eigenen dunklen Seite, der Vergangenheit, die wir niederdrücken, der inneren Natur, die allzu niederträchtig und menschlich und daher manchmal unausweichlich ist. So viel vom amerikanischen Traum basiert auf der Idee eines neuen Lebens, eines Neuanfangs. Doch wie die Ereignisse der letzten Jahre gezeigt haben, rechnet Amerika wie Joey immer noch mit seinen Sünden und hat sich vielleicht mit einigen von ihnen nie vollständig auseinandergesetzt.

Richie gibt dem alten Unrecht, das Joey heimgesucht hat, ein persönliches Gesicht. Er ist sein eigener Bruder und er will ihn töten.

Richie sitzt Joey an seinem Schreibtisch gegenüber und kehrt seinem Bruder – buchstäblich – den Rücken zu, indem er seinen Stuhl von ihm wegdreht, während sein Handlanger sich hinter Joey anschleicht, um ihn im „Pate“-Stil zu erdrosseln. Wenn Sie den Film gesehen haben, dann wissen Sie, wie das ausgeht. Es genügt zu sagen, dass Richie Versagen nicht toleriert und seine eigene widerliche Natur bald hemmungsloser wird.

Hurts Auftritt in „A History of Violence“ ist kurz, zeigt aber, was ein guter Schauspieler mit begrenzter Leinwandzeit erreichen kann. Wenn Cinephile auf seine Arbeit zurückblicken, ist „A History of Violence“ ein Film, der definitiv Beachtung finden sollte.

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