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Verändertes Wissing-Foto stammt aus Satire-Artikel

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Um die Zahl der Verkehrstoten stark zu senken, hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing angeblich eine neue Idee vorgestellt: Im Netz kursiert ein Foto, das den FDP-Politiker mit einem Verkehrsschild zeigt – dazu die Überschrift «Unfallverbotsschild soll Anzahl an Verkehrsopfern signifikant reduzieren». Im Netz reagieren User empört. So wird das Foto bei Whatsapp unter anderem mit dem Kommentar «Es gibt eifach (sic!) zu wenig Zwangsjacken – Total verblödet» geteilt. Bei Facebook beklagt sich ein Nutzer, dass für so ein sinnloses Schild Geld ausgegeben würde.

Bewertung

Das Foto wurde bearbeitet und ist nicht echt. Es stammt aus einem Artikel der Satire-Seite «Der Postillon».

Fakten

Sucht man nach der Überschrift aus dem Foto, stößt man auf einen Artikel der Satire-Seite «Der Postillon». In dem Artikel vom 3. Juli 2022 ist auch das Foto zu sehen. Doch die Informationen im Artikel sind nicht echt. Im Bereich FAQ der Seite heißt es: «Alles, was im Postillon steht, ist Satire und somit dreist zusammengelogen.»

Auch das Foto ist nicht echt und wurde bearbeitet. Mithilfe einer Bilderrückwärtssuche stößt man bei der Bildagentur «Imago Images» auf das Originalbild vom 20. Mai 2022. Darauf hält Volker Wissing ein Handy und kein Verkehrsschild in die Kamera. Das Foto ist laut dem Bildhinweis entstanden, als Wissing und die Vorstandsvorsitzenden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Eva Kreienkamp (die Frau neben dem Minister), das erste 9-Euro-Ticket in Berlin am U-Bahnhof Potsdamer Platz erstanden haben. Das Bild ist auch in einem entsprechenden Bericht des «Redaktionsnetzwerk Deutschland» (RND) zu finden.

«Postillon»-Artikel sorgen immer wieder für Verwirrung im Internet. Die Deutsche Presse-Agentur befasste sich bereits mit Themen wie einem angeblichen Auszug aus dem AfD-Gründungsvertrag und einem Baby, das angeblich mit Maske geboren wurde.

(Stand: 29.8.2022)