US-Patentagentur überprüft Harvard, MITs Anspruch auf CRISPR-Technologie

(red.) – Das US-Patent- und Markenamt hat am Montag angekündigt, zu prüfen, ob die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology Rechte an einer als CRISPR bekannten Gen-Editing-Technologie beanspruchen können, was die Rivalität zwischen diesen Institutionen und der University of Kalifornien.

Das Patentamt sagte, es werde ein sogenanntes Interferenzverfahren durchführen, um festzustellen, wer zuerst die CRISPR-Genombearbeitung in pflanzlichen und tierischen Zellen erfunden hat, eine revolutionäre Milliarden-Dollar-Technologie.

Die beiden Parteien des Verfahrens werden das Broad Institute, ein mit MIT und Harvard verbundenes biologisches und genomisches Forschungszentrum, und die University of California sein.

Das Verfahren könnte zur Aufhebung von 13 US-Patenten führen, die dem Broad Institute bereits für verschiedene Aspekte der CRISPR-Technologie erteilt wurden.

“Die Einleitung dieses Interferenzverfahrens zeigt, dass frühere Entscheidungen des (Broad Institute) nicht bestimmt haben, wer als erster diese Technologie erfunden hat, und dass sie einen Weg zur Lösung dieses wichtigen Problems aufzeigt”, so Eldora Ellison, Anwältin der Universität von Kalifornien, sagte in einer Erklärung.

Die Universität war zuversichtlich, dass das Patentamt letztendlich erkennen wird, dass ein Team unter der Leitung von zwei seiner Forscher erstmals die CRISPR-Genombearbeitung in pflanzlichen und tierischen Zellen erfunden hat, sagte Ellison.

Das Broad Institute sagte in einer Erklärung, dass es die Aktion des US-Patentamts begrüßte und sich auf die Teilnahme am Interferenzverfahren freute.

Die Aktien von Editas Medicine Inc aus Cambridge, Massachusetts, einem Biotechnologieunternehmen, das die CRISPR-Patente von Harvard und MIT lizenziert, stiegen am Dienstag an der Nasdaq um 4,8 Prozent.

Mit CRISPR können Wissenschaftler Gene mithilfe einer biologischen „Schere“ bearbeiten, mit der ausgewählte DNA-Abschnitte gefunden und ersetzt werden können.

Die Technologie wurde als wissenschaftlicher Durchbruch gefeiert, der zur Heilung von Krankheiten führen könnte, die durch genetische Mutationen oder Anomalien verursacht werden, und auch für landwirtschaftliche Kulturpflanzen Anwendung finden könnte.

2012 meldete ein Forschungsteam unter der Leitung von Jennifer Doudna aus Berkeley und Emmanuelle Charpentier von der Universität Wien erstmals ein CRISPR-Patent an.

®(red.) mit red..

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