Ausland

UN-Rechtschef fordert Ende der „Kultur der Straflosigkeit“

Ihr Appell folgt auf die Ermordung der Al Jazeera-Korrespondentin Shireen Abu Akleh, die am Mittwoch tödlich erschossen wurde, als sie über einen israelischen Überfall in Jenin im Westjordanland berichtete.

Die erfahrene palästinensisch-amerikanische Journalistin wurde am Freitag in Ost-Jerusalem beerdigt und riesige Menschenmengen kamen zu ihrer Beerdigung.

„Schockierender“ Einsatz von Gewalt

Die Hochkommissarin gab eine Erklärung heraus, in der sie sagte, sie verfolge die Ereignisse im besetzten Westjordanland, einschließlich Ost-Jerusalem, „mit großer Betroffenheit“.

„Das Filmmaterial von Angriffen der israelischen Polizei auf Trauernde beim Trauerzug der Journalistin Shireen Abu Akleh in Ost-Jerusalem am Freitag, den 13. Mai, war schockierend. Berichten zufolge wurden mindestens 33 Menschen verletzt“, sagte sie.

Frau Bachelet sagte, die israelische Anwendung von Gewalt, die gefilmt und live übertragen wurde, erscheine unnötig und müsse unverzüglich und transparent untersucht werden.

„Es muss nicht nur für den schrecklichen Mord an Shireen Abu Akleh Rechenschaft abgelegt werden, sondern für alle Morde und schweren Verletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten“, sagte sie.

Fordern Sie Ermittlungen an

Der UN-Rechtschef berichtete, dass in diesem Jahr bisher 48 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet wurden.

Der jüngste Todesfall ereignete sich am Samstag, als ein junger Mann namens Walid al-Sharif seinen Verletzungen erlag, die er sich letzten Monat bei Zusammenstößen auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zugezogen hatte.

„Wie ich schon oft gefordert habe, müssen die Aktionen der israelischen Sicherheitskräfte angemessen untersucht werden“, sagte Frau Bachelet.

„Jeder, der für verantwortlich befunden wird, sollte mit Straf- und Disziplinarstrafen zur Rechenschaft gezogen werden, die der Schwere des Verstoßes angemessen sind. Diese Kultur der Straflosigkeit muss jetzt enden.“

Verurteilung durch den Sicherheitsrat

Die Ermordung von Frau Abu Akleh hat weltweit Schockwellen ausgelöst, und UN-Beamte gehörten zu denen, die eine Untersuchung forderten.

Die Journalistin wurde erschossen, obwohl sie eine Weste trug, die sie als Mitglied des Pressekorps ausweist. Auch ihr Produzent wurde verwundet.

Die UNO Sicherheitsrat gab am Freitag eine Erklärung ab, in der sie ihre Ermordung scharf verurteilte und bekräftigte, dass Journalisten wie Zivilisten geschützt werden sollten.

Der Rat forderte außerdem eine sofortige, gründliche, transparente, faire und unparteiische Untersuchung ihrer Ermordung und betonte die Notwendigkeit, Rechenschaft abzulegen.


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