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Trotz Warnungen tauchen immer wieder gefälschte Artikel über Bitcoin-Investitionen auf

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Kryptowährungen sind auch bei deutschen Anlegern beliebt. Nun soll angeblich auch der bekannte TV-Moderator Günther Jauch für Bitcoin werben: «Jauch in Schwierigkeiten nachdem er ein finanzielles Schlupfloch bekanntgegeben hat, das viele Deutsche in kurzer Zeit reich macht», heißt es auf einer Website (Schreibfehler im Original). Demnach hätte ein Kandidat der RTL-Show «Wer wird Millionär» Jauch den erfolgversprechenden Tipp gegeben.

Bewertung

Die vermeintliche Werbekampagne ist gefälscht. Günther Jauch hat sich davon bereits distanziert. Es kursieren ähnliche Fälschungen, in denen weitere Prominente genannt werden.

Fakten

«Ich habe noch nie in meinem Leben ein Bitcoin besessen», sagte Günther Jauch Im März 2021 in einem Beitrag der ARD-Sendung «Plusminus» über unseriöse Bitcoin-Kampagnen. «Ich gebe auch zu, dass ich das System bis heute noch nicht ganz verstehe, aber ich würde das nie anfassen.»

Auf der Internetseite häufen sich Hinweise darauf, dass es sich um kein seriöses Angebot handelt. Im Text finden sich Rechtschreibfehler wie «Borris Becker». Auffällig ist auch der Unterschied zwischen Bildunterschrift und Foto. Laut Bildunterschrift sollen auf dem Bild «zwei Kommilitonen» zu sehen sein, stattdessen sieht man Jauch in seiner TV-Show. Die Seite benutzt zudem einen Automatismus, der das Datum in der Bildunterschrift täglich ändert und so Aktualität vorgaukelt.

Die Webseite besitzt weder Impressum, noch Datenschutzangaben oder sonstige Herkunftsmerkmale. Dabei müssen gewerblich genutzte Seiten laut Gesetz ein Impressum haben – mit Angaben wie der Postadresse und Kontaktmöglichkeiten.

Günther Jauch ist nicht der Erste, in dessen Namen im Netz für Investments geworben wird: Ähnliche erfundene Kampagnen kursieren mit weiteren Prominenten, etwa dem Satiriker Jan Böhmermann oder dem österreichischen Tennisprofi Dominic Thiem. Der SWR sendete einen Beitrag, in dem sich Prominente wie Thomas Gottschalk, Dieter Bohlen oder Yvonne Catterfeld zu den betrügerischen Seiten äußern.

(Stand: 28.12.2021)