«Star Wars»: Lichtschwerter und Droiden im Realitäts-Check

Berlin (dpa) – Ein Übersetzungsfehler im deutschen Fernsehen stellte 2005 unfreiwillig klar, wann der «Star Wars»-Tag gefeiert wird. Aus der berühmten Grußformel «May the Force be with You» (Deutsch: Möge die Macht mit dir sein) machte der Dolmetscher: «Am 4. Mai sind wir bei Ihnen.»

Schließlich könnte man «May the Force» im Englischen auch schnell als «May the Fourth», also «4. Mai», verstehen. In diesem Jahr klappt die Feier sogar mit Jubiläum, denn vor 44 Jahren startete «Star Wars» in den US-Kinos. Welche Zukunftsvisionen sind mittlerweile Realität geworden und welche werden es nie schaffen? Zeit für einen Physik-Check:

LICHTSCHWERTER: Der junge Luke Skywalker – Hauptprotagonist im Original-Film – entdeckt eine solche Waffe im Haus von Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi. «Nicht so plump und so ungenau wie Feuerwaffen. Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen», erklärt Kenobi.

Würde ein Lichtschwert im wahren Leben aber überhaupt funktionieren? Für den Star-Wars-Experten und Physiker Sascha Vogel eher nicht – aus zwei Gründen: «Licht hört nicht einfach irgendwo auf». Gemeint ist die säulenartige Form der Lichtschwerter in der Science-Fiction-Saga. Der zweite Grund: «Licht interessiert sich nicht für anderes Licht». Das heißt: Weder Widerstände noch Geräusche, die beim Duell mit Lichtschwertern im Film entstehen, sind in der Realität derzeit machbar.

Eine Lösung heißt Plasmaschwert. Findige Tüftler aus Kanada hätten das bereits umgesetzt, erklärt Vogel. Dabei wird elektrisch geladenes Gas mit magnetischen Feldern festgehalten. Vogel: «Das ist wie ein stark zielgerichteter Flammenwerfer».

HOLOGRAMME: Im Universum von «Star Wars» dienen sie der Kommunikation. Im Fall von Prinzessin Leia Organa nimmt der Droide R2-D2 erst ihren Hilferuf an Obi-Wan Kenobi auf und spielt ihn später als Hologramm wieder ab. «Das ist heute relativ einfach», sagt Vogel. Als Beispiel nennt er Laser-Installationen in der Veranstaltungstechnik.

Einen Schritt weiter geht bereits eine Erfindung der University of Sussex in Brighton (Großbritannien). Die Technik erzeugt dreidimensionale Bilder mit Klang. Dabei wird ein kleines Kügelchen durch Ultraschallwellen sehr schnell bewegt. Ein weiterer Clou: Das 3D-Bild kann beeinflusst werden, wenn man sich mit der Hand nähert. Physiker Vogel: «Im Kleinen bauen wir schon Hologramme zum Anfassen. Vom Prinzip her können wir einen Haken daran machen».

DROIDEN: Die berühmtesten Vertreter in der Saga heißen C-3PO und R2-D2. Sie dienen auch als Erzähler der Geschichte und kommentieren das Dargebotene etwas abseits des Geschehens. Eine Tradition aus altgriechischen Dramen, in denen der Chor diese Rolle einnahm.

Auf lebensechte Bewegung von Robotern hat sich eine Firma bei Boston spezialisiert. Für Furore sorgte das US-Unternehmen vor einigen Jahren mit einem Modell, das sich wie ein Hund bewegt. Schwieriger sei es aber, einen Roboter zu schaffen, der sich wie ein Mensch verhält und auch noch kommunizieren kann, sagt Vogel. Bis zu einem, der dann noch aussehe wie ein Mensch, sei es dann nicht mehr weit.

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