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Schulen werden geheizt, Stadt dementiert Existenz vermeintlicher Vorschrift

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Ab Oktober gelten in Deutschland neue Energiesparvorgaben für Hausbesitzer und Unternehmen. In sozialen Medien kursiert zudem, Maßnahmen zum Energiesparen würden sogar Kinder treffen. «Liebe Eltern, heute haben wir die Information der Stadt Braunschweig erhalten, dass aus bekannten Gründen die Heizungsanlage in den Schulen erst am 01.11.2022 angeschaltet werden», heißt es auf dem Screenshot eines Schreibens angeblich vom 15. September, der sich auf Facebook und Twitter verbreitet. Eltern werden darin außerdem aufgefordert, ihren Kindern Decken und warme Kleidung mitzugeben. Stimmt das?

Bewertung

Falsch. In Schulen und Kitas wird nach Angaben der Stadt bereits geheizt.

Fakten

Die Behörden in Braunschweig haben die Existenz einer solchen Anweisung an Schulen dementiert. «Die Stadt hat kein solches Schreiben an die Schulen verschickt. Vielmehr wurde im Gegenteil aufgrund der Witterung bereits gestern in den Kitas und Grundschulen und ab heute in allen anderen Schulen mit dem Heizen begonnen», heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom 20. September.

Im Sommer habe die Stadt als mögliche Einsparmaßnahme vorgesehen, den Beginn der Heizperiode von Anfang Oktober auf Anfang November zu verschieben – jedoch nur, wenn es die Witterung zulasse. «Aufgrund der aktuellen Temperaturen ist nun allerdings entschieden worden, den Beginn der Heizperiode vielmehr vorzuziehen», heißt es in der Klarstellung weiter.

Am 15. September sei eine interne Mail verschickt worden, in der der «Ferienbetrieb mit Bedarfsschaltung» bis Ende Oktober angekündigt worden sei, ergänzte die Stadt in einer Mitteilung am 21. September. Diese Mail habe zu einem «Missverständnis geführt». Ein offizielles Schreiben mit dem Hinweis, dass vor dem 1. November nicht geheizt wird, habe es jedoch nicht gegeben.

(Stand: 21.09.2022)

Aktualisierung

Die Stadt Braunschweig hat am 21. September ein Update zur Pressemitteilung veröffentlicht.