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Prozess um versuchten Totschlag: Profiboxer schweigt

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Prozesse – Frankfurt am Main:Prozess um versuchten Totschlag: Profiboxer schweigt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) – Ein wegen zweifachen Totschlagversuchs angeklagter Profiboxer (25) hat zu Beginn des Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Frankfurt geschwiegen. Am ersten Verhandlungstag am Mittwoch gab er an, sich vorerst nicht zu den Vorwürfen und seiner Person äußern zu wollen. Die Anklage legt ihm zur Last, im Dezember vergangenen Jahres vor einem Nachtklub in der Frankfurter Innenstadt zunächst einen Streit entfacht und danach zwei Männer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Zuvor hatte der Angeklagte im Inneren des Lokals feucht-fröhlich gefeiert. Die Schwurgerichtskammer steht vor einer ausgedehnten Beweisaufnahme bis Ende Januar.

Vor dem Lokal hatte es zunächst eine verbale Auseinandersetzung zwischen der Gruppe um den Angeklagten und mehreren Türstehern gegeben. Offenbar war der Ärger des Boxers nach einer Champagnerdusche aus einer anderen Personengruppe erregt worden. Laut Anklage schwenkte er daraufhin wahllos sein Messer und verletzte schließlich die beiden Männer aus der gegnerischen Gruppe. Einer erlitt einen Stich in den Hals, bei dem anderen wurde ein Lungenflügel in Mitleidenschaft gezogen. Nur durch eine rasche Notoperation gelang es im Krankenhaus, das Leben der Opfer zu retten. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte der Angeklagte zumindest mit bedingtem Tötungsvorsatz, nachdem er wichtige Körperorgane verletzt hatte.

Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Anklageschrift verlesen – einer der Sachverständigen war verhindert. Das Gericht hat noch 15 weitere Verhandlungstage terminiert (Aktenzeichen 3390 Js 258906/21).

© dpa-infocom, dpa:221122-99-623008/4