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Mitarbeiter erschießt in Walmart-Supermarkt in den USA sechs Menschen

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Mitarbeiter erschießt in Walmart-Supermarkt in den USA sechs Menschen

Kurz vor dem Feiertag Thanksgiving hat ein Mitarbeiter in einem Walmart-Supermarkt in den USA sechs Menschen erschossen und mindestens vier weitere Menschen verletzt. Der mit einer Pistole bewaffnete Angreifer nahm sich am Tatort das Leben.

Kurz vor dem Feiertag Thanksgiving hat ein Mitarbeiter in einem Walmart-Supermarkt in den USA sechs Menschen erschossen. Der mit einer Pistole bewaffnete Angreifer verletzte in der Stadt Chesapeake im Ostküstenstaat Virginia mindestens vier weitere Menschen, bevor er sich das Leben nahm, wie Polizeichef Mark Solesky am Mittwoch sagte. Der 31-Jährige starb demnach offenbar durch eine „selbst zugefügte Schussverletzung“.

Das Motiv für die Bluttat von Dienstagabend war zunächst unklar. Der von den Behörden als Andre Bing identifizierte Angreifer hatte nach Angaben von Walmart seit 2010 für den Supermarktriesen gearbeitet. Der in Chesapeake südlich der Stadt Norfolk lebende 31-Jährige war demnach „Nachtteamleiter“.

Der erste Notruf war laut Polizeichef Solesky am Dienstagabend um 22.12 Uhr (Ortszeit; 04.12 Uhr MEZ) bei der Polizei eingegangen, als der Supermarkt noch geöffnet war. Die ersten Polizisten trafen nur zwei Minuten später vor Ort ein und betraten das Gebäude weitere zwei Minuten später.

Die Walmart-Mitarbeiterin Briana Tyler sagte dem US-Fernsehsender ABC, der Schütze habe im Pausenraum des Supermarktes das Feuer eröffnet. „Ich habe viele Menschen gesehen, die auf den Boden gefallen sind, weil sie in Deckung gehen wollten oder getroffen wurden.“ Der Angreifer habe bei der Attacke „nicht ein Wort“ gesagt. „Er hat nicht auf irgendjemanden bestimmten gezielt.“

Terri Brown, die kurz vor den Schüssen in dem Walmart eingekauft hatte, sagte dem Sender 13NewsNow, der Supermarkt sei „extrem voll“ gewesen. Der Angriff ereignete sich nur zwei Tage vor dem am Donnerstag begangenen Feiertag Thanksgiving – für viele das wichtigste Familienfest in den USA, das viele im Vorfeld zu Großeinkäufen in die Supermärkte treibt.

Walmart, das größte Einzelhandelsunternehmen der USA, äußerte sich „schockiert über diesen tragischen Vorfall“. Der Konzern bete für die Betroffenen und arbeite eng mit den Behörden zusammen.

Auch US-Präsident Joe Biden zeigte sich schockiert über den Angriff. „Wegen einer weiteren entsetzlichen und sinnlosen Gewalttat wird es dieses Thanksgiving im ganzen Land noch mehr Tische mit leeren Stühlen geben. Es gibt jetzt mehr Familien, die die schlimmste vorstellbare Art von Verlust und Schmerz erfahren.“

In den USA kommt es immer wieder zu Schusswaffenattacken mit vielen Toten. Erst am Sonntag hatte ein 22-jähriger Mann im US-Bundesstaat Colorado das Feuer in einem LGBTQ-Nachtclub eröffnet und dabei fünf Menschen getötet. Eine Woche zuvor hatte ein Student an einer Universität im Bundesstaat Virginia drei Mitstudenten erschossen.

In diesem Jahr ereigneten sich nach Angaben der Internetseite Gun Violence Archive bereits mehr als 600 Vorfälle, bei denen jeweils mindestens vier Menschen durch Schusswaffen verletzt oder getötet wurden. Immer wieder sind Supermärkte Ort der Attacke, so wie im vergangenen Mai, als ein 18-Jähriger bei einem rassistisch motivierten Angriff in Buffalo im Bundesstaat New York zehn Menschen erschoss.

Das Waffenrecht gehört zu den strittigsten Themen in den USA. Die konservativen Republikaner haben in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt deutliche Verschärfungen des Waffenrechts auf Bundesebene verhindert. Nach dem Blutbad an einer Grundschule in der texanischen Kleinstadt Uvalde im Mai, bei dem ein 18-Jähriger 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen hatte, konnte sich der Kongress nur auf eine leichte Gesetzesverschärfung einigen.

Präsident Biden erklärte am Mittwoch, diese Gesetzesverschärfung sei zwar „die bedeutendste Waffenrechtsreform in einer Generation“ gewesen, dies sei „aber nicht annähernd genug“. Es müsse mehr unternommen werden, erklärte Biden, ohne dies konkret auszuführen. Der Präsident fordert seit langer Zeit ein Verbot des Verkaufs halbautomatischer Gewehre – allerdings ohne Erfolg.

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