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Masken schützen – die Impfung ist sicher und wirksam

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Corona-Leugner kramen immer wieder die gleichen falschen Behauptungen über Masken und Impfungen hervor, um die Maßnahmen zu diskreditieren – und damit auch diejenigen, die diese empfehlen und beschließen. So werden derzeit erneut absurde Zahlen angeblicher Todesfälle durch Impfungen in die Welt gesetzt («…Und 100.000 starben an der Spritze»). Außerdem wird die Schutzwirkung von Masken geleugnet.

Bewertung

Die Zahl der angeblich nach, beziehungsweise wegen der Corona-Impfung gestorbenen Menschen ist aus der Luft gegriffen. Das zeigen die aktuellen Daten des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts: knapp 150 Millionen (Einzel-)Impfungen in Deutschland – 2255 gemeldete Verdachtsfälle mit tödlichem Ausgang – davon 85 Fälle, in denen das Institut einen «ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung als möglich oder wahrscheinlich bewertet». Die Schutzwirkung von (FFP2-)Masken wurde jüngst durch eine Studie bestätigt.

Fakten

Wer kümmert sich darum, dass die Covid-Impfstoffe sicher sind?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist in Deutschland für die Zulassung und Sicherheit unter anderem von Impfstoffen zuständig. Ihm werden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Covid-19-Impfungen gemeldet. Die Auswertung dieser Meldungen veröffentlich das Institut regelmäßig, der jüngste Bericht ist vom 7. Februar 2022.

Wie oft gibt es tödliche Nebenwirkungen?

Im rund einjährigen Berichts-Zeitraum (27.12.2020 bis 31.12.2021) wurden 148 760 720 Impfungen durchgeführt. Noch bevor der Bericht detailliert auf die Zahlen bezüglich verschiedener Nebenwirkungen eingeht, heißt es: «Nach derzeitigem Kenntnisstand sind schwerwiegende Nebenwirkungen, die im Folgenden zusammengefasst dargestellt werden, sehr selten und ändern nicht das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe.»

Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen mit tödlichem Ausgang bei diesen weit mehr als 148 Millionen Impfungen: 2255. Bei 85 Fällen davon hält das PEI einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung als möglich oder wahrscheinlich, so der Bericht.

Gibt es noch weitere Beweise, dass die Impfung sicher ist?

Ja. Das PEI überprüft stetig, ob es Zeichen für ein erhöhtes Sterberisiko nach der Impfung gibt. Dafür vergleicht es die gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen mit
tödlichem Ausgang mit den statistisch im gleichen Zeitraum zu erwartenden Todesfällen. Dieser Vergleich ergab «für keinen der vier bisher in Deutschland eingesetzten COVID-19-Impfstoffe ein
Risikosignal . Ergänzend schreibt das PEI: «In einer Studie in den USA wurde bei Personen, die mit den dort zugelassenen COVID-19-Impfstoffen (…) geimpft wurden, keine erhöhte Mortalität festgestellt.»

Und wie sieht es mit der Schutzwirkung von Masken aus?

Die ist unbestritten. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen hat jüngst die Schutzwirkung von Masken gegen die Delta-Variante des Coronavirus in einer umfassenden Studie untersucht. Ihr zentrales Ergebnis: Tragen eine infizierte und eine nicht-infizierte Person gut sitzende Masken, sinkt das Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion drastisch.

In Zahlen: Mit gut sitzenden FFP2-Masken betrug das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz in einem Raum kaum mehr als ein Promille, erläutert das Max-Planck-Institut in der Mitteilung zur Studie. Sitzen die FFP2-Masken eher schlecht, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent. Auch OP-Masken schützen, ergab die Studie: Tragen beide eine, die gut angepasst ist, werde das Virus innerhalb von 20 Minuten mit höchstens zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit übertragen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen, dass FFP2-Masken auch gut vor einer Infektion mit der inzwischen in Deutschland vorherrschenden Omikron-Variante schützen. Das generelle Tragen von FFP2-Masken sei «sehr entscheidend, um die Omikron-Ausbreitung zu verlangsamen», sagte etwa der Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften jüngst der Deutschen Presse-Agentur. «Maskentragen sollten wir noch mindestens bis zum vollständigen Abklingen der Omikron-Welle beibehalten.»

(Stand: 17.2.2022)

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