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Londoner Börse sieht sich mit Refinitiv-Integration im Plan

by nwna_de

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London (Reuters) – Die Londoner Börse sieht sich mit der Integration des für 27 Milliarden Dollar erworbenen Datenanbieters Refinitiv auf Kurs.

Die London Stock Exchange Group (LSEG) bestätigte am Freitag Kosten- und Einsparziele und kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von 750 Millionen Pfund an – umgerechnet 891 Millionen Euro. “Wir managen die Kosten gut und erzielen weitere Fortschritte bei der Erreichung von Synergien”, teilte LSEG-Chef David Schwimmer zur Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse des Unternehmens mit.

Die LSEG hatte Refinitiv im vergangenen Jahr übernommen. Mit dem Milliardenzukauf wandelte sich der Börsenbetreiber zu einem Unternehmen, in dem das Geschäft mit Finanzmarktdaten und -analysen größer ist als alle anderen Geschäftsbereiche zusammengenommen. Thomson Reuters, die Muttergesellschaft der Nachrichtenagentur Reuters, hält nach der Refinitiv-Übernahme durch die LSEG einen Minderheitsanteil an dem Börsenbetreiber.

“Wir setzen unsere Strategie erfolgreich um, gehen mit einem guten Schwung in das zweite Halbjahr und unsere Ziele bleiben unverändert”, sagte Schwimmer. Die LSEG erhöhte in den ersten sechs Monaten binnen Jahresfrist ihren Gewinn um 23 Prozent auf 3,2 Milliarden Pfund. Die Analystenerwartungen wurden damit leicht übertroffen. Das Unternehmen erzielte ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 167,4 Pence im Halbjahr – Analysten hatten lediglich 149,6 Pence erwartet. Mit dem angekündigten Aktienrückkäufen will die LSEG sofort starten. Innerhalb von zwölf Monaten soll der Rückkauf abgeschlossen werden.

(Bericht von Huw Jones; Bearbeitet von Frank Siebelt; Redigiert von Ralf Banser; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)