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Kunstwerke machen auf die Dringlichkeit des Klimawandels aufmerksam

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Eine hohe Metallstruktur, die in einem Parkbereich sitzt
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Exculpatio von Nomad Studio und Global R&D Cemex ist eine stille Demonstration und ein skulpturaler Raum, der den Mangel an substanziellen Maßnahmen gegen den Klimawandel untersucht. Es wird in Venedig und der Schweiz veranstaltet und ist Teil der Ausstellung mit dem Titel PERSONAL STRUCTURES, die vom Europäischen Kulturzentrum während der Biennale in Venedig 2022 kuratiert wurde. Das Projekt betrachtet die Rede rund um Nachhaltigkeit durch Beton als kreatives Gegenstück. Das Design verändert und passt sich seiner Umgebung an und steht nun in Form von zwei rechteckigen Monolithen in der Schweiz.

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Eine Leere wurde durch den Abdruck eines versteinerten Baumstamms in zwei aufrechten Betonblöcken geschaffen, die in achtzig Teile zerbrochen waren. In Italien präsentiert Exculpatio diese „Pixel“ in einer sich ständig ändernden Anordnung der Form, die das Publikum zum Mitmachen einlädt.

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Der Rücken von drei Personen und vier Zementblöcken, die daneben sitzen

Das Projekt hat sich in den letzten drei Jahren verschoben. Zunächst befasste sich Exculpatio damit, sich in die Notwendigkeit „eines tiefgreifenden Verständnisses der Natur als Betriebssystem des Planeten“ einzufühlen, so eine Pressemitteilung. Die Idee: Die Natur ist kein Raum, das heißt, man kann weder drinnen noch draußen sein. Dieses Konzept behandelt die Natur als die Grundlage, auf die die Menschheit in einem integrierten Lebenssystem angewiesen ist, und nicht als Ressource, die ausgebeutet werden muss, oder als Lebensraum.

Eine Reihe von Zementblöcken

Außerdem wollten die Designer weg vom Wort „nachhaltig“. Sie glaubten, dass es eine implizite Bedeutung hat, unseren Lebensstil auf dem Planeten zu erlösen. Es erlaubt uns, die tieferen Probleme zu ignorieren, wie wir auf dem Planeten leben und die Welt sehen.

In der Iteration 2020 von Exculpatio änderte das Projekt seine Form, um zu untersuchen, wie die Wege der Natur die Menschen schon immer verunsichert haben. Wir stützen uns auf eine Illusion der Beständigkeit, während natürliche Systeme durch Veränderung, Anpassung, Unterbrechung und Vergänglichkeit als Werkzeuge der Selbsterhaltung arbeiten.

Eine Betonstruktur von unten geschossen

Dann, im Jahr 2021, wurde Exculpatio weiterentwickelt, um sich mit der Dringlichkeit der Klimakrise zu befassen. „Was bleibt ohne die Natur?“ Der Raum fordert uns zum Nachdenken auf. Darüber hinaus wird ein leerer Diskurs das Problem nicht lösen oder uns vom Haken lassen. Ein Mangel an Leben auf der Erde ist die ultimative Antwort auf jahrzehntelange Unentschlossenheit, mangelndes Handeln und ein grundlegendes Missverständnis unserer Rolle auf der Erde.

Der Rücken von zwei Personen, die Zementblöcke halten

Exculpatio schuf ein Performance-Element der Ausstellung namens „The 80 Pixels’ Performance“, um der Anpassung Tribut zu zollen. Ziel war es, das Bewusstsein für den Mangel an substanziellen Maßnahmen gegen den Klimawandel durch Crowdsourcing-Transport zu schärfen. Einzelpersonen trugen vom 14. bis 17. April ultraleichte Betonteile auf einer Pilgerreise durch Venedig. Als die Menschen, die die Blöcke durch Venedig trugen, ihre erste improvisierte Pixelanordnung in Venedig erstellten, wurden dieselben Teile in der Schweiz virtuell zu den beiden rechteckigen Monolithen zusammengesetzt.

Eine Gruppe von Menschen, die in die Kamera lächeln und mit Blöcken posieren

„Wir gehören hierher, lasst uns handeln“, lautet die abschließende Botschaft der Ausstellung. Und in dieser letzten Iteration wirft die Kunstinstallation einen tieferen Blick auf die möglichen Lösungswege, als einfach auf reflexartige Empörung mit geringen Ergebnissen zurückzugreifen. Es fordert uns auf, die Möglichkeit des Nichts zu untersuchen, das aus dem Klimawandel resultieren könnte. Es betrachtet die Digitalisierung aber auch als Barriere zwischen uns und unserer natürlichen Essenz.

+ Nomadenstudio

Bilder über Almudena Cadalso, Global R and D Cemex und Nomad Studio

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