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Klimaaktivisten greifen Glasscheibe an, die Klimt-Gemälde in Wien schützt

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Klimaaktivisten greifen Glasscheibe an, die Klimt-Gemälde in Wien schützt

WIEN, 15. Nov. (Reuters) – Aktivisten des Klimawandels haben am Dienstag eine ihrer Hände auf eine Glasscheibe geschmiert und geklebt, die ein Gemälde von Gustav Klimt in einem Wiener Museum schützt, um gegen Ölbohrungen zu protestieren, an einem Tag, an dem der Eintritt dank eines frei war Sponsoring der Ölfirma.

Die Aktivistengruppe Last Generation hat online Bilder von einem Unterstützer gepostet, der eine, wie sie es nannte, „schwarze, ölige Flüssigkeit“ auf den Bildschirm vor Klimt’s gießt „Tod und Leben“ im Leopold Museum, bevor er von einem Mitarbeiter abgefangen wurde, während ein anderer Aktivist offenbar seine Hand an den Bildschirm klebte.

Die Episode ist die jüngste in einer Reihe solcher Aktionen von Klimaschutzaktivisten, die versuchen, die öffentliche Meinung aufzurütteln, indem sie berühmte Kunstwerke in Museen oder die Ausrüstung, die diese Werke schützt, mit Flüssigkeiten bespritzen oder sich selbst daran kleben.

Einer der Tweets von Last Generation Austria lautete: „Neue Öl- und Gasbohrungen sind ein Todesurteil für die Menschheit.“

Die Gruppe hat sich einen Tag ausgesucht, an dem sie sich vermutlich die Eintrittskarten gespart haben, denn der Eintritt ins Museum war am Dienstag, dem Leopoldstag, dank Sponsoring des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV (OMVV.VI) frei.

„Glücklicherweise wurde das Kunstwerk (1915) nicht beschädigt. Trotzdem sind wir schockiert, dass hier das Leopold Museum im Fokus stand“, so das Museum Museumsdirektorsagte Hans-Peter Wipplinger auf einer Pressekonferenz.

Er fügte hinzu, dass das Museum angesichts ähnlicher Angriffe an anderer Stelle kürzlich die Sicherheit erhöht habe.

Das Museum sympathisiere zwar mit der Sache der Aktivisten, sei aber mit den eingesetzten Mitteln nicht einverstanden, sagte Wipplinger.

Er sagte, er erwarte, dass Last Generation die Rechnung für den Polizeieinsatz und die Aufräumarbeiten bezahle, die er auf einen fünfstelligen Betrag in Euro (Dollar) beziffere.

Ein Museumssprecher sagte, er wisse nicht, ob die Aktivisten festgenommen worden seien. Die Wiener Polizei war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Berichterstattung von Francois Murphy Redaktion von Mark Heinrich

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