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Kampagne – Angeblicher «Spiegel»-Artikel ist eine Fälschung

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Seit der russischen Invasion unterstützt Deutschland die Ukraine. Nun wird in sozialen Netzwerken der Link zu einem vermeintlichen «Spiegel»-Artikel geteilt, in dem dazu aufgefordert wird, die Unterstützung zu beenden. «Während die Regierung ihr gesamtes Budget für die Ukraine ausgibt, trinkt sie Champagner und genießt das Leben», ist dort zu lesen.

Bewertung

Der Artikel ist gefälscht. Vieles weist darauf hin, dass die Fake-Seite den «Spiegel» nur imitiert.

Fakten

Der Text hat mit dem «Spiegel» nichts zu tun. Einen ersten Hinweis darauf liefert die URL, also die Internetadresse. Zwar kommt die Buchstabenfolge «spiegel» in der URL der gefälschten Website vor, die komplette Domain der Zeitung lautet jedoch «spiegel.de» – und nicht «video.spiegelr.today».

Mehrere Links auf der gefälschten Seite leiten zum echten «Spiegel»-Online-Auftritt weiter. So wird der Eindruck erweckt, die gefälschte Website habe tatsächlich etwas mit dem Nachrichtenportal zu tun. Auf der echten «Spiegel»-Seite sucht man jedoch vergeblich nach dem Artikel – auch eine Suche nach dem Schlagwort «Champagner» bleibt ergebnislos.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es aus der «Spiegel»-Verlagsgruppe: «Leider werden unsere Marken immer wieder für vergleichbare Aktionen missbraucht. Wir prüfen regelmäßig rechtliche und technische Möglichkeiten und gehen im Einzelfall auch gegen diese Art Missbrauch vor.»

Nach Recherchen von «T-Online» und dem «ZDF» sind gefälschte Nachrichten-Websites Teil einer Kampagne pro-russischer Akteure, die gezielt Desinformationen in sozialen Netzwerken und vor allem auf Facebook verbreiten wollen. Davon ist nicht nur der «Spiegel» betroffen. Das Bundesinnenministerium zeigte sich von der Häufung der Fälschungen beunruhigt.

(Stand: 31.08.2022)