Gründonnerstag: alles was Du wissen möchtest.

Bedeutung: Was wird an Gründonnerstag gefeiert?

Ostern ist das höchste Fest im Kirchenjahr und mit dem Gründonnerstag beginnen die drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu. Christen weltweit gedenken Jesu und feiern damit den Sieg des Lebens über den Tod. Am Gründonnerstag wird an das letzte Abendmahl von Jesus erinnert. Das nahm Jesus zusammen mit seinen zwölf Jüngern ein, bevor Judas Iskariot ihn verraten hat. An diesem Abend teilte er mit ihnen Brot, Wein und wusch ihnen die Füße. Es war sein letzter Abend in Freiheit. Nachts wurde er von den Soldaten festgenommen.

Deshalb heißt der Tag Gründonnerstag

Wie der Gründonnerstag zu seinem Namen kam, ist nicht sicher. Es gibt dafür mehrere Theorien:
  • Eine davon geht auf das lateinische Wort „virides“ zurück. Das heißt übersetzt „die Grünen“. So bezeichnete man im Mittelalter die Büßer, die nach der Fastenzeit und dem Kirchenbußerlass am Donnerstag vor dem Karfreitag wieder in die Kirche aufgenommen wurden. Grün deshalb, weil die Farbe im kirchlichen Kontext für frisch, sündenfrei und erneuert steht.
  • Möglich ist auch, dass sich der Name vom mittelhochdeutschen Wort „grînen“ ableitet. Das bedeutet so viel wie weinen. Dazu gab es in dieser Nacht allen Grund, als Judas Jesus verraten hat. Deshalb die Theorie, dass an diesem Tag viel geweint wurde.
  • Ein ganz anderer Ansatz dreht sich um das Essen. Am Gründonnerstag herrscht der Brauch, grünes Gemüse und Kräuter zu essen. Daher der grüne Donnerstag.

Essen und Bräuche am Gründonnerstag

Die katholischen und evangelischen Messen in den Kirchen sind sehr feierlich gestaltet. In einigen katholischen Gemeinden gehört das Ritual des Fußwaschens in den Gottesdienst. Einer der bekanntesten Bräuche am Gründonnerstag ist es, ein grünes Essen zu kochen. Diese Gerichte kommen häufig auf den Teller:
  • Spinat mit gekochten Eiern oder Spiegeleiern.
  • Grünes Gemüse wie Kohl oder Salat.
  • Grüne Soße, eine typisch hessische Soße, in der mindestens sieben Kräuter sind.

Bauernregeln rund um den Gründonnerstag

Rund um die Ostertage und den grünen Donnerstag ranken sich ein paar Bauern- und Wetterregeln:
  • Am Donnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen.
  • Ist der Gründonnerstag weiß, wird der Sommer sicher heiß.

Scharfe Kritik an Schließungen

Die Branchenvertretung reagierte mit scharfer Kritik auf die Verlängerung der Beschränkungen bis Mitte April. „Bund und Länder agieren nur noch im Tunnelmodus“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Sie konzentrierten sich auf Infektionszahlen, nicht aber auf die tatsächliche Infektionsgefahr beim Einkaufen. Diese sei gering.

Die Länder-Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten in der Nacht zu Dienstag beschlossen, von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend herunterzufahren, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Nur am Karsamstag soll demnach der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben.

Quelle swp.de rnd.de

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