Google Lyra wird Sprachanrufe für eine weitere Milliarde Nutzer ermöglichen

Lyra Logo. Bildnachweis: Google Blog

Im Jahr 2020 hat die COVID-19-Pandemie die immense Bedeutung der Online-Kommunikation unter Beweis gestellt. Unabhängig von Standort und Netzwerkkonnektivität ist die Kommunikationstechnologie mehr denn je ins Spiel gekommen.

Als Reaktion auf den gestiegenen Bedarf an digitaler Kommunikation veröffentlichte Google im Februar 2021 Lyra, einen innovativen Audio-Codec, der mithilfe von maschinellem Lernen qualitativ hochwertige Sprachanrufe ermöglicht. Um Lyra so gut wie möglich zu machen, hat Google das Produkt zu Open Source gemacht und andere Entwickler dazu eingeladen, ihre eigenen Kommunikations-Apps zu betreiben und Lyra mit leistungsstarken neuen Funktionen auszustatten.

Entwickler können Lyra zum Codieren und Decodieren von Audio verwenden, da das Tool auf der 64-Bit-ARM-Android-Plattform ausgeführt wird, einschließlich der Entwicklung unter Linux. Da die Codebasis weiter wächst, möchten Entwickler das Produkt in mehrere Plattformen integrieren, um einer wachsenden Benutzergemeinschaft gerecht zu werden.

Die Lyra-Architektur besteht aus zwei Teilen: einem Encoder und einem Decoder. Wenn ein Benutzer in sein Telefon spricht, registriert der Encoder eindeutige Aspekte seiner Sprache. Diese auch als Merkmale bezeichneten Sprachaspekte werden in Blöcken von 40 MS verarbeitet und dann komprimiert, um über das Netzwerk gesendet zu werden. Der Entwickler ist dann dafür verantwortlich, die Funktionen auf eine Audio-Wellenform zurückzusetzen, die über den Telefonlautsprecher des Hörers abgespielt werden kann. Ein allgemeines Modell für maschinelles Lernen decodiert dann die Merkmale zurück in die Wellenform.

In der Tat ist Lyra den traditionellen Audio-Codecs ziemlich ähnlich, die seit Jahrzehnten das Rückgrat des Internets bilden. Während sich traditionelle Codecs auf digitale Signalverarbeitungstechniken (DSP) verlassen haben, geht Lyra einen Schritt weiter, indem sie das generative Modell verwendet, um ein qualitativ hochwertiges Sprachsignal zu erzeugen.

Computertechnologie auf dem Gerät wie Lyra hat dazu beigetragen, die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Netzwerkkonnektivität zu verringern. In einigen Regionen wie Entwicklungsländern muss die Technologie jedoch so weit wie möglich angepasst werden, um die Aufnahme unzähliger neuer Benutzer zu ermöglichen. Schließlich hat der Ausbau der Telearbeit aufgrund von COVID-19 den Bedarf an zuverlässigen kommunikationstechnischen Kapazitäten weiter erhöht.

Aus diesem Grund versucht der Open-Source-Charakter von Lyra, die Zugänglichkeit für Benutzer zu verbessern. Darüber hinaus möchten Entwickler, dass Lyra weitere Vorteile bietet, z. B. die Archivierung großer Sprachmengen, die Verringerung von Netzwerküberlastungen in Notsituationen, in denen viele Personen gleichzeitig telefonieren, und die Einsparung von Batteriestrom mit dem rechnerisch kostengünstigen Lyra-Encoder.

Das Lyra-Entwicklungsteam hat das Produkt am Dienstag, dem 6. April 2021, für die Open Source-Community geöffnet.


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Mehr Informationen:
Storus, A. und Chinen, M. “Lyra – Aktivieren von Sprachanrufen für die nächsten Milliarden Benutzer.” Google Open Source Blog, Google, 6. April 2021, opensource.googleblog.com/2021… t-milliarden-users.html

GitHub: github.com/google/lyra

© 2021 Science X Network

Zitat: Google Lyra ermöglicht Sprachanrufe für eine weitere Milliarde Nutzer (2021, 7. April), die am 8. April 2021 von https://techxplore.com/news/2021-04-google-lyra-enable-voice-billion.html abgerufen wurden

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