Startseite Kultur Final Fantasy 16: Keine „POC“ Character, wegen Realismus | Produzent im Interview

Final Fantasy 16: Keine „POC“ Character, wegen Realismus | Produzent im Interview

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Naoki Yoshida sagt, dass im neuen Final Fantasy keine schwarzen Charaktere vorkommen werden, um einen mittelalterlichen „Realismus“ vorzutäuschen.

In einem neuen Interview mit IGN, sagt Final Fantasy 16 Produzent Naoki Yoshida, „..dass es in der Fortsetzung nicht viele Schwarze Charaktere oder Farbige geben wird, weil es in einem geographisch isolierten Reich stattfindet, das vom mittelalterlichen Europa inspiriert ist, und es nicht realistisch wäre, eine ethnisch vielfältige Besetzung zu haben.“

„Das ist eine schwierige Frage, aber keine unerwartete, da die Vielfalt in den Unterhaltungsmedien in letzter Zeit ein viel diskutiertes Thema geworden ist“, sagte Yoshida auf die Frage, ob die Spieler in Final Fantasy 16 mit einer vielfältigeren Besetzung rechnen können. „Die Antwort, die ich habe, könnte jedoch für einige enttäuschend sein, je nach den individuellen Erwartungen.

Yoshidas Erklärung ist nicht nur unbefriedigend, sondern auch historisch nicht korrekt. Farbige Menschen waren im mittelalterlichen Europa präsent, und zwar nicht nur vorübergehend. Die Mauren, um nur ein Beispiel zu nennen, lebten auf der gesamten Iberischen Halbinsel und in Südeuropa und herrschten über 800 Jahre lang über Spanien. Aber das ist wahrscheinlich nicht der springende Punkt: Final Fantasy ist keine Doktorarbeit. Wer darin vorkommt und wer nicht, hängt ganz von den Machern des Spiels ab.

Das Bekenntnis zum mittelalterlichen „Realismus“ wurde in der Vergangenheit oft als Rechtfertigung für mangelnde Vielfalt in Spielen herangezogen, darunter große Hits wie The Witcher, Kingdom Come: Deliverance und Mordhau.

„Letztendlich hatten wir das Gefühl, dass es zwar wichtig war, ethnische Vielfalt in Valisthea einzubauen, dass aber eine übermäßige Einbeziehung in diesen einen Winkel einer viel größeren Welt dazu führen könnte, dass die erzählerischen Grenzen, die wir uns ursprünglich gesetzt hatten, überschritten werden“, so Yoshida. „Die Geschichte, die wir erzählen, ist Fantasy, ja, aber sie ist auch in der Realität verwurzelt“.

Yoshida wies auch darauf hin, dass es vor allem auf die Vielfalt der Gedanken ankommt: „Letzten Endes wollen wir einfach, dass der Fokus weniger auf dem äußeren Erscheinungsbild unserer Charaktere liegt, sondern mehr darauf, wer sie als Menschen sind – Menschen, die komplex und vielfältig in ihrer Natur, ihrem Hintergrund, ihrem Glauben, ihrer Persönlichkeit und ihren Beweggründen sind“, sagte er. „Menschen, mit deren Geschichten wir mitfühlen können. In Valisthea gibt es Vielfalt. Eine Vielfalt, die zwar nicht allumfassend ist, aber zu dem von uns geschaffenen Umfeld passt und den Inspirationen, aus denen wir schöpfen, gerecht wird.“

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