Erster gemeinsamer Auftritt von Laschet und Merz bei Südwest-Parteitag

Stuttgart/Berlin  CDU-Chef Armin Laschet und der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz treten nach der Klärung in der Frage der Kanzlerkandidatur erstmals gemeinsam auf. Beide werden am 8. Mai am digitalem Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg teilnehmen.

Anlass ist die Entscheidung über den grün-schwarzen Koalitionsvertrag. Auf Einladung des CDU-Landesvorsitzenden, Minister Thomas Strobl, werden der CDU Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidat der Union, Ministerpräsident Armin Laschet, und Friedrich Merz persönlich für einen gemeinsamen Auftritt (moderierter Talk) zu diesem digitalen Parteitag kommen. 

Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl erklärte dazu: „Armin Laschet und Friedrich Merz bilden eine Union.“ Armin Laschet habe erst in der letzten Woche bei einer Videokonferenz der CDU Baden-Württemberg verkündet, mit Merz ein Team zu bilden. Strobl:  „Und jetzt können wir diese starke Union, unseren Kanzlerkandidaten Armin Laschet, und unseren Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz, nur kurze Zeit später zusammen bei unserem digitalen Parteitag am 8. Mai bei uns in Stuttgart begrüßen. Das freut uns sehr in der Südwest-Union.“ Mit Blick auf den Landesparteitag und den Koalitionsvertrag betonte Strobl, es sei „schön, dass Armin Laschet und Friedrich Merz bei unserem Aufbruch dabei sein werden.“ Es gehe um einen „mutigen Aufbruch in ein Modernisierungs-Jahrzehnt, einen mutigen Aufbruch in die 20er Jahre”, um die Frage, „wir wir Ökonomie und Ökologie versöhnen und unser Land damit in eine starke Zukunft führen.”

Die K-Frage

Armin Laschet hatte sich vor kurzem gegen CSU-Chef Markus Söder im Ringen um die Kanzlerkandidatur durchgesetzt. Im Januar wurde Laschet zum Parteichef gewählt, Friedrich Merz und Norbert Röttgen folgten auf den Plätzen.

Sieben Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatten sich Grüne und CDU am Wochenende auf eine Neuauflage ihres Regierungsbündnisses geeinigt. Die grün-schwarze Koalition unter Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann will den Südwesten zum „Klimaschutzland” machen. Alle kostspieligen Vorhaben sollen aber als Folge der Corona-Lasten mit einem Haushaltsvorbehalt versehen und nach und nach realisiert werden. Dazu gehören große Projekte im Klimaschutz, der Ausbau des schnellen Internets oder das Vorhaben, mehr Polizei- und Lehrerstellen zu schaffen. Der bundesweit einzige grüne Regierungschef Kretschmann kann voraussichtlich am 12. Mai in seine dritte Amtszeit starten. Knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl gab sich die Union um Landeschef und Bundesvize Thomas Strobl größte Mühe, die Gespräche zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

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