Ausland

Erklärung zu Klima, Umwelt, Frieden und Sicherheit

Wir, die G7-Außenminister Kanadas, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika, und die Hohe Vertreterin der Europäischen Union, die vereint in unserer Entschlossenheit sind, das Ziel der Begrenzung der Erwärmung einzuhalten auf 1,5 °C in Reichweite, um den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren und bis Mitte des Jahrhunderts weltweit Netto-Null-Emissionen zu erreichen:

Aufbauend auf der Haager Erklärung zur planetaren Sicherheit, dem Berliner Call for Action on Climate and Security und der Arbeit der Group of Friends on Climate and Security in New York wollen wir gemeinsam mit gleichgesinnten Partnern eine „Climate, Environment , Friedens- und Sicherheitsinitiative“. Diese Gruppe wird sich für konkrete und operative Maßnahmen, Ansätze und Lösungen einsetzen und diese durchführen, um Klima- und Umweltrisiken für Frieden und Stabilität auf der ganzen Welt anzugehen. Zu diesem Zweck enthält diese Erklärung einen Aktionsplan mit sieben Punkten, um rechtzeitige und wirksame Reaktionen auf die Risiken, die durch den Klimawandel und die Umweltzerstörung entstehen, für Stabilität und Frieden voranzutreiben, indem:

  1. Ausrichtung unserer Richtlinien und Praktiken als gesamtstaatliche Reaktion, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Frieden und Sicherheit besser zu verstehen und anzugehen; das Pariser Abkommen und die darin enthaltenen Ergebnisse, einschließlich des Glasgower Klimapakts, sowie internationale Umweltverpflichtungen zu erfüllen und bis 2030 mindestens 30 Prozent unseres Landes und unserer Ozeane zu erhalten oder zu schützen, insbesondere Land- und Binnengewässer sowie Küsten- und Meeresgebiete Fortsetzung der Bemühungen, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen und den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und umzukehren;

  2. Unterstützung der Staaten und Regionen, deren Stabilität und Frieden am stärksten von klima- und umweltbedingten Risiken betroffen sind; Mobilisierung der Klima- und Biodiversitätsfinanzierung bei gleichzeitiger Förderung von Resilienz, Geschlechtergleichstellung, Konfliktprävention, Frieden und Kapazitätsaufbau in betroffenen Regionen. Dies umfasst die Aufstockung der Finanzierung für die Anpassung im Einklang mit dem Aufruf von Glasgow, die kollektive Bereitstellung von Anpassungsfinanzierungen gegenüber dem Niveau von 2019 bis 2025 mindestens zu verdoppeln, im Zusammenhang mit der Erzielung eines Gleichgewichts zwischen Minderung und Anpassung bei der Bereitstellung von aufgestockten Finanzmitteln, unter Hinweis auf Artikel 9 Absatz 4 des Übereinkommens von Paris;
  3. Globale Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Anpassung angesichts des Klimawandels (und der damit verbundenen umfassenderen sicherheitsbezogenen, wirtschaftlichen, humanitären, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen) durch Klimasicherheit und Umweltrisikobewertung, Anpassung an den Klimawandel, Verringerung des Katastrophenrisikos und Naturschutz basierte Lösungen in das Herzstück unserer Geschäftstätigkeit, zusätzlich zu Minderungsbemühungen und unter Nutzung datengesteuerter, wissenschaftsbasierter und umfassender multisektoraler Ansätze/analytischer Erkenntnisse;
  4. Zusammenarbeit zur Verbesserung der operativen Reaktionen zur Unterstützung von Stabilität und Frieden durch feste Integration des Klimawandels und der Umweltzerstörung und ihrer Auswirkungen in Frühwarnung, Mediation, Friedenserhaltung und andere friedensunterstützende Operationen, um die Widerstandsfähigkeit zu fördern und einen Teufelskreis zu vermeiden, in dem der Klimawandel auftritt und Umweltzerstörung verschlimmern die Auslöser von Konflikten, was wiederum die Anfälligkeit für den Klimawandel und die Auswirkungen der Umweltzerstörung erhöht;
  5. Austausch von Erfahrungen und Fachwissen (international und über nationale und subnationale Regierungsstellen hinweg), um koordinierte Strategien und Praktiken zu gestalten und bereitzustellen, die integrativ, kontext- und konfliktsensibel, geschlechtsspezifisch und auf die lokalen Bedingungen und Bedürfnisse der Interessengruppen zugeschnitten sind;
  6. Förderung kohärenter und komplementärer Ansätze in den Bereichen Klima, Umwelt, Frieden und Sicherheit und Erleichterung der multilateralen Zusammenarbeit, beispielsweise durch ein regelmäßiges Treffen unterstützender Akteure von Regierungen und internationalen Organisationen bis hin zur Zivilgesellschaft und dem Privatsektor, beispielsweise auf der Berliner Klima- und Sicherheitskonferenz;
  7. Gewährleistung, dass die Risiken für Stabilität und Frieden, die durch den Verlust der biologischen Vielfalt durch den Klimawandel und die Umweltzerstörung entstehen, sowie Klimaschutz und Anpassung an die höchsten Regierungsebenen herangetragen werden.
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