Home Faktencheck Einsatzkräfte starten weiterhin Hilfseinsätze von Nürburgring – Foto zeigt Sammelstelle

Einsatzkräfte starten weiterhin Hilfseinsätze von Nürburgring – Foto zeigt Sammelstelle

by nwna_de

Bei den Aufräum- und Bergungsarbeiten im Hochwasser-Gebiet sind derzeit Hilfsorganisationen und Freiwillige im Einsatz. In sozialen Medien kursieren allerdings Gerüchte, Helfer würden an der Arbeit gehindert werden. Ein Facebook-Beitrag zeigt dazu ein Luftbild von Dutzenden Fahrzeugen auf einem großen Asphaltplatz (archiviert). Unter dem Foto steht: «Nürburgring – Alle warten auf den Einsatz und werden dort festgehalten. Sie dürfen nicht helfen.» Stimmt das?

Bewertung

Die Behauptung ist falsch. Der Nürburgring ist weiterhin die zentrale Einsatzstelle von Hochwasser-Einsatzkräften etwa des Technischen Hilfswerks (THW). Von dort aus starten sie ihre Hilfseinsätze. Das Luftbild stammt vom THW selbst und zeigt, wie sich Einsatzfahrzeuge sammeln.

Fakten

Das Luftbild aus dem Facebook-Beitrag stammt vom THW Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland selbst und wurde am 17. Juli auf Twitter veröffentlicht. «Dieses Foto von heute Mittag zeigt die Dimension des aktuellen Einsatzes im Katastrophengebiet (#Eifel): Am Nürburgring ist ein #Bereitstellungsraum eingerichtet worden. Hier sammeln sich Einsatzkräfte und Fahrzeuge, dann geht es an die zugeteilte Einsatzstelle», heißt es in dem Tweet. Die gezeigten Autos und Rettungswagen werden also keineswegs festgehalten.

Der Nürburgring ist seit Ende vergangener Woche zur Zentrale für Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Bundeswehr und andere Helferinnen und Helfer geworden. Darüber berichtet haben der SWRder «Spiegel» und die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Vom Nürburgring aus starten die Einsatzkräfte Hilfseinsätze ins Hochwasser-Gebiet, lagern Material und Fahrzeuge oder ruhen sich aus.

Dem SWR zufolge sind dort 2000 Hilfskräfte aus ganz Deutschland im Einsatz. Ein Sprecher der Einsatzleitung sagte dem SWR zudem, dass die Helferinnen und Helfer «rund um die Uhr» in ihre Einsätze starten würden. Auf seiner Facebook-Seite schreibt auch der ADAC Mittelrheinder an der Luftrettung beteiligt ist, von einem «Dauereinsatz».

Behauptungen über vermeintlich aufgehaltene Helfer kursierten bereits in anderer Form – sie waren falsch, wie ein dpa-Faktencheck zeigen konnte.

(Stand: 22.7.2021)