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DAK-Analyse: Höchster Krankenstand seit Beginn der Pandemie

by dpa Meldung

Frankfurt/Main (dpa/lhe) – In der ersten Jahreshälfte ist der Krankenstand unter DAK-Versicherten in Hessen auf das höchste Niveau seit Beginn der Pandemie gestiegen. Die Zahl der Krankmeldungen lag bei 4,3 Prozent und war damit um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum, wie die Krankenkasse mitteilte. Den Angaben zufolge gab es einen deutlichen Anstieg bei Krankschreibungen wegen Erkältungen und Corona-Fällen. Jeder sechste Fehltag im Job ging demnach auf Atemwegserkrankungen zurück. Corona verursachte 61 Fehltage je 100 Versicherten – nahezu fünfmal so viele wie im Vorjahr, hieß es.

Auf 100 Versicherte der DAK kamen im ersten Halbjahr 2022 demnach insgesamt 778 Fehltage, 111 Tage mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg liege vor allem an der hohen Zahl an Atemwegserkrankungen. Fehltage wegen Husten und Schnupfen stiegen auf rund 129 Tage je 100 Versicherten. Im ersten Halbjahr 2021 waren es nur 52 Tage.

Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen waren mit 19,8 Prozent der häufigste Grund für Fehltage – gefolgt von Atemwegserkrankungen (16,8 Prozent). Psychische Erkrankungen (15,9 Prozent) standen an dritter Stelle.

Parallel zu Lockerungen von Corona-Einschränkungen im März habe sich eine ausgeprägte Erkältungs- und Grippewelle entwickelt. Begleitet wurde diese den Angaben zufolge von der hoch ansteckenden Corona-Variante Omikron, welche mehr Arbeitsausfälle bewirkt habe als alle anderen Varianten. Im bundesweiten Vergleich lagen die Ausfälle wegen Corona mit 61 Fehltagen je 100 Versicherten jedoch unter dem Durchschnitt von 64 Fehltagen, hieß es.

Menschen, die in nicht-medizinischen Gesundheitsberufen und Wellnessberufen arbeiteten, waren laut DAK besonders häufig krankgeschrieben. Ein Anstieg sei zudem auch in Verkehrs- und Logistikberufen zu verzeichnen gewesen.

© dpa-infocom, dpa:220805-99-281457/2