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Fakten Checks

Aufnahme zeigt Papierformen

In Teilen Deutschlands gab es bereits ergiebige Schneefälle – und damit die Möglichkeit, Schneefiguren zu bauen, Schlitten zu fahren oder sich eine Schneeballschlacht zu liefern. Dabei kann man sich am Anblick der formschönen Schneeflocken erfreuen. Facebook-Nutzer teilen nun ein Foto, das angeblich Schnee unter dem Mikroskop zeigen soll (archiviert). Aber stimmt das wirklich?

Bewertung

Falsch. Das Foto zeigt ein Kunstprojekt aus Papier.

Fakten

Das Foto zeigt keinen Schnee, sondern von Hand und mit dem Laser ausgeschnittenes Papier. Es ist Teil der Serie «Magical Circle» des Künstlers Rogan Brown aus dem Jahr 2015.

Tatsächliche mikroskopische Aufnahmen einzelner Schneekristalle zeigen, dass diese eine andere Form haben. Schneekristalle sind fast immer sechseckig, wie der Deutsche Wetterdienst auf seiner Seite erklärt. Sie sind also nicht rund, wie es die Formen des Künstlers Brown zum Teil sind.

Die sechseckige Form entsteht dadurch, dass gefrorene Wassermoleküle eine Struktur bilden, die auf 60- und 120-Grad-Winkeln aufgebaut ist. Eiskristalle wachsen von innen heraus aus einzelnen Wassermolekülen, die sich an Staub- oder andere Aerosolpartikel lagern.

Der japanische Physiker Nakaya Ukichiro nahm bereits ab dem Jahr 1933 Fotos von Eiskristallen auf. Er stellte fest, dass das typische sternförmige Aussehen vor allem bei Schneekristallen entsteht, die sich bei Temperaturen von minus 2 Grad oder minus 15 Grad Celsius bilden. Andere Formen wie Säulen oder Prismen hingegen entwickeln sich vor allem bei Temperaturen um die minus 7 Grad.

(Stand: 25.11.2021)

Links

Facebook-Post (archiviert)

Rogan Brown über das Kunstprojekt (archiviert)

Original-Foto (archiviert)

Mikroskopische Aufnahmen von Schneekristallen (archiviert)

Deutscher Wetterdienst über Schneekristalle (archiviert)

«Wissenschaft im Dialog» über Schneekristalle (archiviert)

Schneekristall-Aufnahmen von Nakaya Ukichiro 1 (archiviert)

Schneekristall-Aufnahmen von Nakaya Ukichiro 2 (archiviert)


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